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Deutsche Fassung
Student notes of Blumenbach’s lectures
Naturgeschichte Naturgeschichte des Menschen Med. Litterärgeschichte
Mineralogie Physiologie Vergleichende Anatomie

Quill. (Norsk Folke­museum: image no. NF.1914-0455). Quills made from goose feathers were the most common writing instrument until about 1830. Only then steel nibs became popular.
Blumenbach was teaching at Göttingen University for more than 60 years and had many students. This suggests that numerous lecture notes have been preserved. There is no list of Blumenbach’s students. However, there is a published list of the persons who officially congratulated Blumenbach on his fiftieth doctor’s jubilee in 1825. It may be assumed that many of the approx. 1,900 congratulators are former listeners or doctoral students of Blumenbach: Verzeichniß derer, welche Jo. Fr. Blumenbach’s fünfzigjähriges Doctorjubiläum würdig zu feyern sich vereinigt haben. Berlin, den 19. September 1825. Berlin : Starcke, 1825; digitised version. In addition, Blumenbach’s correspondence provides further information, e.g. comments on applications for simplified examination procedures, certificates of attendance at lectures and letters of recommendation for students who probably were more familiar with Blumenbach.
The matriculation registers of the University of Göttingen from Blumenbach’s time are available in printed form:
Selle, Götz von: Die Matrikel der Georg-August-Universität Göttingen 1734–1837. 2 Bände. Hildesheim 1937.
Ebel, Wilhelm: Die Matrikel der Georg-August-Universität Göttingen 1837–1900. 2 Bände. Göttingen 1974.
So far, 33 lecture notes from 27 different authors are known. The tabular overview is structured according to the subjects taught by Blumenbach: Natural History, History of Medicine (“Medicinische Litterärgeschichte”), Mineralogy, Physiology and Comparative Anatomy. Transcripts of lectures on Pathology are not yet known. Within the subject sections the notes are arranged chronologically.
Naturgeschichte
Naturgesch. d. Menschen
Med. Litterärgeschichte
Mineralogie
Physiologie
Vergleichende Anatomie
Semester (Wsem.?) 1779/1780
Urheber Rönne, Johann Georg von (1764–1838)
Nachweis Hamburg, Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. nov. : 263, vgl. online-Katalog der Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, mit den weiteren Angaben „Alte Signatur: A/103151; Inventarnummer: 2005.G1“.
Beschreibung Laut Datensatz der Staats- und Universitätsbiblithek Hamburg: „Vorlesungen über die Naturgeschichte. Vorlesungen des Herrn Prof. Blumenbach über die Naturgeschichte nach Anleitung seines eigenen Compendii / Johann Friedrich Blumenbach, Johann Georg von Rönne [Schreiber] Johann Friedrich Blumenbach: Handbuch der Naturgeschichte, Göttingen 1779. Göttingen, 1779. – 448 gedr. S. (durchschossen).“
Wegen der angegebenen Zahl der Druckseiten kann es sich nur um ein durchschossenes Exemplar des ersten Teils von Blumenbachs Handbuch der Naturgeschichte handeln. Das Vorwort dieses (Teil)bands ist auf den 24. April 1779 datiert, angezeigt wurde der Band durch Blumenbach in GAgS vom 30. September 1779. Man kann deshalb vermuten, dass das Handbuch erst Blumenbachs Naturgeschichte-Vorlesung vom WSem. 1779/1780 zugrunde gelegen hat, obwohl er bereits seit dem WSem. 1777/1778 in seinen gedruckten Vorlesungsankündigungen angab, die Vorlesung werde „nach seinem eigenen Handbuche“ gehalten (GAgS 1777, 111. Stück;, 15. September, S. 890; 1778, 42. Stück, 6. April, S. 339). Zu Johann Georg von Rönnes Studium in Göttingen vgl. Selle, Götz von: Die Matrikel der Georg-August-Universität zu Göttingen 1734–1837. Hildesheim: Lax, 1937, S. 238. Zu Johann Georg von Rönne vgl. die nicht nachprüfbaren Angaben der privaten genealogischen Internetseite (besucht 1. Juni 2021, Link): „Dr. jur., Obergerichtsrat in Glückstadt, geboren 1764 in Hannover, gestorben 1838 in Altona, seine Eltern [Diedrich Heinrich von Rönne, geboren 1724; Amalia Luise Burchardi], 1778 Uni Göttingen immatrikuliert, am Hofgericht in Stade Konstistorial-Sekretär, von 1786–1796 Syndikus. Danach übernahm er die Verwaltung der Marschgüter Seestermühe und Kolmar, war Mitglied der holsteinischen Regierung zu Glückstadt und wurde zum Königl. Dänischen Obergerichtsrat ernannt. 1. Ehe 1787 mit Philippine Wilhelmine Cordemann,welche im Jahre 1790 starb. 2. Ehe 1791 mit Caroline Sophie Christine Cordemann, von 1767–1848 am Leben. Beide waren Töchter von Johann Albrecht Cordemann (1721–1782), Hannovover, ehem. kurfürstl. Braunschw.-lüneburgischer Kammersekretär u. Hofbau-Kommissar.“ Falls das dort genannte Geburtsjahr zutreffend ist, wäre Rönne bei Studienbeginn erst 14 oder 15 Jahre alt gewesen, beim Besuch der Vorlesung Blumenbachs 15 oder 16 Jahre.
Semester Wsem. 1798/1799
Urheber Parry, Charles Henry (1779–1860)
Nachweis University of Bristol Library, Special Collections, Restricted HRg.
Beschreibung Durchschossenes Exemplar von Blumenbachs Handbuch der Naturgeschichte, 6. Aufl. (1799) mit Vorlesungsnotizen von Charles Henry Parry, vgl. Dougherty, Frank William Peter: The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach. Rev., augm. and ed. by Norbert Klatt. Bd. 4 (1791–1795). Göttingen 2012, S. 38 Anm. 9 (Digitalisat), und Dougherty, Frank William Peter: „Die »Carlyon Parry-Greenation« – Dokumente einer Harzreise im Jahr 1799.“ In: Ders.: Gesammelte Aufsätze zu Themen der klassischen Periode der Naturgeschichte – Collected Essays on Themes from the Classical Period of Natural History. Göttingen 1996, S. 252–292, [S. 442] Anm. 23 mit einer abweichenden Angabe zum Aufbewahrungsort (Medical Library der University of Bristol) und der Angabe des Titels „A Course of Lectures heard at Göttingen two successive Terms being those of Winter of 1798–99 and of Summer & Autumn 1799“. Blumenbachs Vorlesung zur Naturgeschichte war auf zwei Semester angelegt.
Semester Zw. 1799 und 1803?
Urheber Unbekannt
Nachweis Abdruck der Zusätze zu einem durchschossenen Exemplar von Blumenbachs Handbuch der Naturgeschichte in The London Medical Gazette 1 (1827/1828) S. 47f., 71f., 103f., 229–231, 295f.; Digitalisat.
Beschreibung Die im Abdruck angegebenen Seitenzahlen des Handbuchs, auf die sich die Zusätze beziehen, passen zu dessen 6. und 7. Auflage (1799; 1802). Der Verfasser der Zusätze wird bezeichnet als „eminent philosopher“ (S. 47) bzw. „an eminent literary character of the present day“ (S. 296 ). Es handelt sich offenbar nicht um Charles Henry Parry, wie ein Vergleich des Zitats aus dessen durchschossenem und annotierten Handbuch-Exemplar in Dougherty, Correspondence 4 (2012), S. 38 Anm. 9 (Digitalisat) mit dem Wortlaut derselben Episode in der London Medical Gazette, S. 230 zeigt.
Semester 1801
Urheber Rumy, Károly György (Rumy, Georg Karl Borromäus von) (1780–1847)
Nachweis Budapest, Széchényi Nationalbibliothek (Országos Széchényi Könyvtár), Signatur: 283 l. fol. germ. 469.
Beschreibung Mitschrift der Vorlesung zur Naturgeschichte, 1801 (Ssem.? Wsem.?), vgl. Kepp, Maria: Rumy Károly György Göttingában [= Karl Georg Rumy in Göttingen]. Budapest 1938, S. 94; dortige Angabe zum Aufbewahrungsort: „Budapest, Ungarisches Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum)“ Signaturangabe „283 l. fol. germ. 469“ aus Kepp. Kepps Angabe zum Aufbewahrungsort ist nicht mehr aktuell, vgl. Göttinger Jahrbuch 16 (1968) S. 140 Anm. 14 „In der Szechenyi-Nationalbibliothek Budapest werden 52 Vorlesungsskripten von Rumy aufbewahrt (u. a. Heyne, Eichhorn, Bouterwek, Blumenbach, Heeren, …)“. Die Széchényi-Nationalbibliothek war ab 1846 Teil des Nationalmuseums, wurde aber 1949 zu einer selbständigen Einrichtung, die seit 1985 auf der Budaer Burg untergebracht ist.
Semester Wsem. 1803/1804
Urheber Turgenew, Alexander Iwanowitsch (1784–1845)
Nachweis Moskau, Staatliche Universität (MGU)/Lomonossow-Universität, ORKiR NB MGU, in: Ruk., 80; I:288751.
Beschreibung Vorlesungen zur Naturgeschichte und Mineralogie, vgl. Lehmann-Carli, Gabriela: „Die Göttinger Aufklärungs-Historie, der Russlandhistoriker A. L. Schlözer und das »Geschichtsstudium« Al. I. Turgenevs.“ In: Lehmann-Carli, Gabriela; Brohm, Silke; Preuß, Hilmar: Göttinger und Moskauer Gelehrte und Publizisten im Spannungsfeld von russischer Historie, Reformimpulsen der Aufklärung und Petersburger Kulturpolitik. Berlin 2008, S. 31–56, S. 37 Anm. 107, ohne Angabe des genauen Semesters. Das Semester lässt sich erschließen aus der Bestätigung, die Blumenbach Turgenew am 3. April 1804 über den Besuch seiner „Vorlesungen über Naturgeschichte und Mineralogie im nun verflossenen Winterhalbenjahre“ ausstellte, vgl. Dougherty, Frank William Peter: The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach. Rev., augm. and ed. by Norbert Klatt. Band 6 (1801–1805). Göttingen: Klatt, 2015, S. 380–381 Brief Nr. 1660 (Digitalisat). Vgl. Angabe zur Datierung in Siegel, Holger: Aleksandr Ivanovič Turgenev (1784–1845): ein russischer Aufklärer. Köln, Weimar, Wien 2001, S. 85: „[…] bei Blumenbach hörte er im Wintersemester 1803 Naturgeschichte“ (ohne Belegstelle). Textbeginn laut Lehmann-Carli, a. a. O.: „L’Histoire naturelle est une logique reduite en axiomes. Bonnet. Die Kunst zu sehen lernt man am meisten durch die Naturgeschichte. Nirgends ist das utile dulci so verbunden als in der N. G.“
Semester Ssem. 1803
Urheber Unbekannt
Nachweis Privatbesitz Norbert Klatt (†); zur Zeit in den Diensträumen des Projekts „Johann Friedrich Blumenbach – Online“.
Beschreibung Manuskripttitel: „Joh. Friedr. Blumenbach’s Königl. Grossbrit. Hofraths in G. Vorlesungen über die Naturgeschichte. Gehört im Sommer: 1803.“ Mitschrift von unbekanntem Verfasser aus dem Ssem. 1803. 214 Blätter (4°, nachträgliche Foliierung in Bleistift) mit mehreren Hundert Zeichnungen und Abbildungen auf den Seitenrändern oder eingeklebt, teilweise großformatig und koloriert. Beschreibung der Handschrift aus dem Katalog der Stuttgarter Antiquariatsmesse 1986. Erwähnt in Klatt, Norbert: „Blumenbachs Aufenthalt in England – Versuch einer Rekonstruktion.“ In: Ders. (Hg.): Kleine Beiträge zur Blumenbach-Forschung. Band 4. Göttingen 2012, S. 7–105, S. 91 Anm. 282 (Digitalisat).
Die Handschrift enthält außerdem eine Mitschrift von Blumenbachs Vorlesung zur Vergleichenden Anatomie im Wsem. 1803/1804 (29 Blätter) und von Heinrich Adolf Schraders (1767–1836) Vorlesung über „Crypotogamie“ aus dem Wsem. 1805/1806 (44 Seiten, original paginiert).
Semester Wsem. 1803/1804
Urheber Ludwig I. von Bayern (1786–1868)
Nachweis München, Königlich Bayerische Familienbibliothek (Schloss Nymphenburg), Fideikomissbibliothek König Ludwig I., Ms. 347,3.
Beschreibung Vgl. Thiersch, Hermann: Ludwig I. von Bayern und die Georgia Augusta. Berlin 1927, S. 29 (Digitalisat): „Ms 347,3. 126 beschriebene Seiten in Großquart. Aufschrift: Naturgeschichte. Auf der Innenseite des Umschlagblattes schrieb Ludwig: »Beinahe nur dasjenige habe ich in dieses Heft geschrieben, was nicht in der gedruckten Naturgeschichte des Hfrth Blumenbach 7te Auflage steht.« (W.S. 1803/4: Blumenbach).“.
Semester Wsem. 1804/1805
Urheber Unbekannt
Nachweis University of Florida, Gainesville, George A. Smathers Libraries, Special and Area Studies Collections, Signatur: MS Group 138. Permalink zum Datensatz.
Beschreibung Angabe im Datensatz der George A. Smathers Libraries: „Transcripts of lectures by scientist Johann Friedrich Blumenbach on natural history. The transcripts were created by an unidentified student at Göttingen. Dates 1804-1805„
Semester Wsem. 1809/1810
Urheber Schopenhauer, Arthur (1788–1860)
Nachweis Staatsbibliothek Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu Berlin, Nachlass Schopenhauer, NL I,2, Bl. 107r–185v.
Beschreibung Edition der Mitschrift: Stollberg, Jochen/ Böker, Wolfgang (Hrsg.): „… Die Kunst zu sehn“. Arthur Schopenhauers Mitschriften der Vorlesungen Johann Friedrich Blumenbachs (1809–1811). Göttingen 2013, S. 45–66; Online-Version.
Semester 1817
Urheber Bluhme, Friedrich (1797–1874)
Nachweis Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. Blumenbach XIII.
Beschreibung Manuskriptbeschreibungen in [Meyer, Wilhelm:] Die Handschriften in Göttingen. Bd. 3. Berlin 1894, S. 547f. (Digitalisat): „421 Seiten in 4⁰. Blumenbach’s Zusätze zu seiner Naturgeschichte; Collegheft, in dem die in [SUB Göttingen, Cod. Ms. ] Blumenb[ach] XII [= Blumenbachs Handexemplar des Handbuchs der Naturgeschichte, 11. Auflage, 1825] erwähnten Zusätze ausgeführt sind, nachgeschrieben von dem Juristen F[riedrich] Bluhme 1817. Bluhme hat sich bemüht, möglichst genau Blumenbachs Worte wiederzugeben; besonders alle Witze und Anekdoten sind getreu aufgezeichnet, meistens ist auch der Dialekt Blumenbachs nachgeahmt.“
Semester Ssem. 1817
Urheber Wetter, Johann Joachim (1796–1824)
Nachweis St. Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana, Rara KB Vadiana St. Gallen, Signatur VMs S 196.
Beschreibung Vgl. Datensatz der Kantonsbibliothek St. Gallen: „Naturgeschichte : vorgetragen von Ober-Medicinalrath Blumenbach / excipirt von J. J. Wetter, Med. et Chir. Stud. - 1 Band (258 Seiten) ; 26 x 18,5 cm + mit 10 mehrheitlich eingeklebten Kupfertafeln. Beschreibstoff: Papier. Entstehung: Göttingen; im Sommer-Semester 1817. Einband: Zeitgenössischer marmorierter Kartoneinband. Inhalt: Es handelt sich um das Kollegheft des St. Galler Medizinstudenten Johann Joachim Wetter (1796–1824), der 1818 sein Studium in Göttingen mit dem Dr. med. abschloss. Auf den Seiten 1–3 findet sich eine biographische Skizze über Johann Friedrich Blumenbach. Sprache: Deutsch. Begleitmaterial: Die Kupfertafeln, die überwiegend Missbildungen zeigen, sind vermutlich eigenhändig von Johann Joachim Wetter gezeichnet und graviert worden.“ Zwei sehr kurze Zitate in Dougherty, Frank William Peter: The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach. Rev., augm. and ed. by Norbert Klatt. Band 6 (1801–1805). Göttingen: Klatt, 2015, S. XIV Anm. 58 (Digitalisat).
Semester Wsem. 1818/1819
Urheber Perleb, Julius (17716–1845)
Nachweis Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., Universitätsarchiv Bestand C 0128, Nachlass Julius Perleb.
Beschreibung Vgl. Bestandverzeichnis des Nachlasses Perleb, S. 7 Signatur 94: „Laufzeit: 1818–1819. Titel: Skripte zur Naturgeschichte von Johann Friedrich Blumenbach“.
Semester Wsem. 1819/1820 oder Ssem. 1820
Urheber Bancroft, George (1800–1891)
Nachweis The New York Public Library, Humanities and Social Sciences Library, Manuscripts and Archives Division, George Bancroft Papers, 1823–1890, MssCol 196, volumes 393–396: „Notes taken while a student at Göttingen. 1818–1819“.
Beschreibung Vgl. Bestandverzeichnis der Bancroft Papers in der New York Public Library. Bancroft besuchte Blumenbachs Vorlesung zur Naturgeschichte während seines zweiten Göttinger Studienjahrs (= Herbst 1819 bis Sommer 1820), vgl. Handlin, Lilian: George Bancroft: The Intellectual as Democrat. New York: Harper and Row, 1984, S. 61. Erwähnung von vier Bänden Mitschriften („student notes“) Bancrofts aus Vorlesungen Arnold Heerens, Johann Gottfried Eichhorns und Blumenbachs in der New York Public Library in: Burwick, Fred L.: „The Göttingen Influence on George Bancroft’s Idea of Humanity.“ In: Jahrbuch für Amerikastudien, Bd. 11 (1966), S. 194–212, S. 194 Anm. 1; vgl. auch ebd. S. 206–207 (Digitalisat (lizenzpflichtig)).
Semester Wsem. 1820/1821
Urheber Amrhyn, Josef Karl Franz (1800–1849)
Nachweis Luzern, Staatsarchiv, FAA 4393.
Beschreibung Vgl. Datensatz des Staatsarchivs Luzern zum Nachlass Josef Karl Amrhyn: „Titel: Naturgeschichte von Blumenbach. Entstehungszeit: 1820–1821.“
Semester Zw. 1821 und 1823
Urheber Suter, Rudolf (Lebensdaten unbek.)
Nachweis Solothurn, Zentralbibliothek, Handschriften. Signatur: ZBSO S I 225.
Beschreibung Vgl. Katalogeintrag der Zentralbibliothek Solothurn: „Physiologie und Naturgeschichte. Phys. Beschreibung: V; 459 S. ; 27 x 18 cm. Entstehung 1821–1823. Inhalt: Vorlesungsnachschriften (Universität Göttingen) von Rudolf Suter aus Zofingen.“ Die Bibliothek besitzt 20 Bände mit Mitschriften Suters zu Vorlesungen anderer Göttinger Professoren der Medizin aus den Jahren 1821 bis 1824. Vgl. 35. Jahresbericht der Zentralbibliothek Solothurn über das Jahr 1964, S. 36; Digitalisat. Wegen der angegebenen Entstehungszeit kommt als Verfasser wohl nicht der Schweizer Arzt, Botaniker und Philologe Johann Rudolf Suter (1766–1827) aus Zofingen in Frage.
Semester Wsem. 1831/1832
Urheber Burckhardt, Christian Heinrich (1811–1879)
Nachweis Celle, Stadtarchiv, StadtA CE L 07 Nr. 0410.
Beschreibung Vgl. Datensatz des Archivinformationssystems Niedersachsen und Bremen: „Kollegheft geführt v. Heinrich Burckhardt, Northeim 1. Einige Notizen aus dem Handbuch Jäger, Jagdberechtigte und Jagdliebhaber von Gg. Gg. Fz. Dr. aus dem Winckell 2. Aufl.: Leipzig bei Fa. Brockhaus 1821 2. Mündliche Bemerkungen zu der von Herrn Ober- medizinalrath Blumenbach im Wintersemester 1831/32 vorgetragenen Naturgeschichte (Nr. 20, 3 Uhr Nachm.) Göttingen“
Naturgesch. d. Menschen
Naturgeschichte
Med. Litterärgeschichte
Mineralogie
Physiologie
Vergleichende Anatomie
Semester Ssem. 1780
Urheber J. H. Scharff
Nachweis Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. 2020.15.
Beschreibung Laut Angebot des Antiquariats Steffen Völkel GmbH auf der der Online-Plattform booklooker im Juni 2020: „Kl.-4to; Interims-Pappband der Zeit, 44 num. Seiten. […] Einband mit Gebrauchspuren, Rücken teils mit kleinen Fehlstellen und etwas eingerissen.“ Titelblatt (Transkription nach der Abbildung der Titelseite, die Teil des Online-Angebots war): „Blumenbachs öffentliche Vorlesungen über die NaturGeschichte des Menschen im Sommerhalbenjahr 1780.“ Weitere Abbildungen: S. 2 (Inhaltverz.)–3; S. 38–39; Transkription des Inhaltsverzeichnisses.
Als Verfasser wird am unteren Rand des Titelblattes „J. H. Scharff“ angegeben, wohl nicht der Göttinger Tuchfabrikant und -färber Johann Heinrich Scharff (1722–1781), aber vielleicht einer seiner beiden namentlich nicht bekannten, 1755 und 1763 geborenen Söhne, die (in Göttingen?) Jura studierten, vgl. Siemers, Victor-L.: „Die Scharff’sche Tuchmanufaktur in Wolfenbüttel (1762–1773) und ihr Konkurs (1773–1788).“ In: Braunschweigisches Jahrbuch für Landesgeschichte 85 (2004), S. 119–149, S. 139 und 149.
Blumenbach kündigte für das Sommersemester 1780 eine öffentliche, d. h. hörergebührenfreie Vorlesung über „denjenigen Theil [der Naturgeschichte], welcher das Menschengeschlecht betrift“ im Umfang von zwei Wochenstunden an (GAgS 1780, 29. Stück (6. März), S. 241). Die Mitschrift ist die bisher früheste bekannte Mitschrift einer Vorlesung Blumenbachs.
Med. Litterärgeschichte
Naturgeschichte
Naturgesch. d. Menschen
Mineralogie
Physiologie
Vergleichende Anatomie
Semester Wsem. 1783/1784
Urheber Unbekannt
Nachweis Bayerische Staatsbibliothek München, Cgm 6139.
Beschreibung Vgl. Schmeller, Johann Andreas: Die Deutschen Handschriften der K. Hof- und Staatsbibliothek zu Muenchen nach J. A. Schmellers kürzerem Verzeichnis. 2. Theil. München: Palmsche Hofbuchhandlung, 1866 (Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis; Tomus 6), S. 560 Nr. 105. (347) mit handschriftl. Zusatz „Cgm. 6139“ (Digitalisat): „Blumenbach. Vorlesung über die Geschichte der Arzneikunde. Göttingen 1779.“ Die Handschrift ist im Nachlass von Karl E(h)renbert von Moll (1760–1838; vgl. ebd., S. 555: „Molliana“) überliefert, der aber wohl nicht als Verfasser infrage kommt, da er – soweit bekannt – 1779 nicht in Göttingen studiert hat. Eine Vorlesung mit diesem Titel bot Blumenbach nicht an. Es handelt sich möglicherweise um eine Mitschrift der von Blumenbach im Ssem. 1779 angebotenen öffentlichen Vorlesung zur „Kenntniss der medicin. Schriften nach dem Murray“.
Semester Wsem. 1783/1784
Urheber Halem, Friedrich Wilhelm von (1762–1835)
Nachweis Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. 2004.2.
Beschreibung Vgl. Datensatz des Göttinger Online-Handschriftenkatalogs: „Vorlesungen über die medic[inische] Litterärgeschichte : Nachschrift […] Friedrich Wilhelm von Halem (Schreiber) Göttingen 1783 (d. i. Wsem. 1782/1783). Ms.; Titelbl., 195 S., 2 leere Bl., 5 Bl. Index, 3 leere Bl. […] Am Ende: Index Auctorum A – R (9 S.).“ Die Angabe „(d. i. Wsem. 1782/1783)“ möglicherweise unzutreffend, da einer Angabe von 1837 zufolge von Halem erst Ostern 1783 nach Göttingen kam (vgl. Neuer Nekrolog der Deutschen XIII (1837), S. 509). Blumenbach bot die entspr. Vorlesung sowohl im Wsem. 1782/1783 als auch im Wsem. 1783/1784 an.
Mineralogie
Naturgeschichte
Naturgesch. d. Menschen
Med. Litterärgeschichte
Physiologie
Vergleichende Anatomie
Semester Wsem. 1802/1803 oder Wsem. 1803/1804
Urheber Turgenew, Alexander Iwanowitsch (1784–1845)
Nachweis Moskau, Staatliche Universität (MGU)/Lomonossow-Universität, ORKiR NB MGU, in: Ruk., 80; I:288751.
Beschreibung Vorlesungen zur Naturgeschichte und Mineralogie, vgl. Lehmann-Carli, Gabriela: „Die Göttinger Aufklärungs-Historie, der Russlandhistoriker A. L. Schlözer und das »Geschichtsstudium« Al. I. Turgenevs.“ In: Lehmann-Carli, Gabriela; Brohm, Silke; Preuß, Hilmar: Göttinger und Moskauer Gelehrte und Publizisten im Spannungsfeld von russischer Historie, Reformimpulsen der Aufklärung und Petersburger Kulturpolitik. Berlin 2008, S. 31–56, S. 37 Anm. 107, ohne Angabe des genauen Semesters. Das Semester lässt sich erschließen aus der Bestätigung, die Blumenbach Turgenew am 3. April 1804 über den Besuch seiner „Vorlesungen über Naturgeschichte und Mineralogie im nun verflossenen Winterhalbenjahre“ ausstellte, vgl. Dougherty, Frank William Peter: The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach. Rev., augm. and ed. by Norbert Klatt. Band 6 (1801–1805). Göttingen: Klatt, 2015, S. 380–381 Brief Nr. 1660 (Digitalisat).
Semester Wsem. 1809/1810
Urheber Schopenhauer, Arthur (1788–1860)
Nachweis Staatsbibliothek Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu Berlin, Nachlass Schopenhauer, NL I,3, Bl. 187r–199v.
Beschreibung Edition der Mitschrift: Stollberg, Jochen/ Böker, Wolfgang (Hrsg.): „… Die Kunst zu sehn“. Arthur Schopenhauers Mitschriften der Vorlesungen Johann Friedrich Blumenbachs (1809–1811). Göttingen 2013, S. 67–87; Online-Version.
Physiologie
Naturgeschichte
Naturgesch. d. Menschen
Med. Litterärgeschichte
Mineralogie
Vergleichende Anatomie
Semester Ssem. 1789
Urheber Meyer, Johann Rudolf (1768–1822)
Nachweis Stadtarchiv Aarau, Signatur: NF.001-066.
Beschreibung Das Heft umfasst 48 Seiten, wobei die S. 34 bis 48 leer sind; (wohl moderne) Paginierung (Bleistift); Format: 193 x 275 mm; Schrift teilw. ausgebleicht (freundl. Mitteilung des Aarauer Stadtarchivars Raoul Richner vom 27. März 2018). Beginn der Mitschrift: „Phisiologie. Die Lehre vom Nathürlichen Zustande des Menschlichen Körpers“; vgl. Falcone, Bettina Falk: „Johann Rudolf Meyer und Lichtenberg. Mit einem neu aufgefundenen Brief Lichtenbergs.“ In: Lichtenberg-Jahrbuch 1991, S. 92–99, S. 93, mit der Angabe, Meyer habe bei Blumenbach eine Physiologie-Vorlesung besucht (Digitalisat). Die Mitschrift ist undatiert. Während Meyers einjährigem Aufenthalt in Göttingen vom Okt. 1788 bis Sept. 1789 (vgl. Falcone, a. a. O.) bot Blumenbach im Ssem. 1789 eine Vorlesung zur Physiologie an.
Semester Wsem. 1798/1799
Urheber Greenough, George Bellas (1778–1855)
Nachweis Aufbewahrungsort unbekannt; der Greenough-Nachlass befindet größtenteils sich in der Bibliothek des University College London (UCL).
Beschreibung Durchschossenes Exemplar von Blumenbachs Institutiones Physiologicae, [2. Aufl. (1798)?] mit Vorlesungsnotizen, vgl. The Quarterly journal of the Geological Society of London12 (1856), S. xxvii (Digitalisat): „An interleaved copy of Blumenbach’s ‘Institutiones Physiologiae’ contains copious notes by Mr. Greenough […].“
Semester Wsem. 1804/1805
Urheber Brunner, Johannes
Nachweis Medizinhistorisches Institut der Universität Zürich, vgl. Nyhart, Lynn K.: Biology Takes Form: Animal Morphology and the German Universities, 1800–1900. Chicago [u. a.]: University of Chicago Press, ca. 1995, S. 372. Das Medizinhistorische Institut in Zürich wurde 2014 aufgelöst. Die Archivalien des Instituts befinden sich heute im Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte der Universität Zürich, vgl. http://www.ibme.uzh.ch/de/Archiv.html.
Beschreibung Angaben bei Nyhart, s. o., S. 372: „Johannes Brunner, lecture notes on Blumenbach’s course on physiology, winter semester 1804–5“; S. 67 (mit Verweis auf S. 1 der Mitschrift Brunners) „Johann Friedrich Blumenbach, for example, taught his students in 1804 that the acquisition of physiological knowledge was aided by the study of anatomy, comparative anatomy, vivisection, experiment, chemistry, and physics.“ Die Mitschrift beruht vermutlich auf der von Blumenbach im Wsem. 1804/1805 angebotenen Vorlesung zur Vergleichenden Anatomie und Physiologie. Bei dem Urheber handelt es sich eventuell um den Verfasser von Brunner, Johann: De urinae secretionem inter et ceteras organismi functiones relationibus. Diss. Göttingen 1806. Deren Verfasser bezeichnet sich als „Diessenhofio – Helvetum“ und als Sohn von „Johannes Brunner, Scafhusiae“.
Semester Ssem. 1805
Urheber Unbekannt
Nachweis University of Chicago, Library, Special Collections, Codex Manuscripts, Call Number: Ms671.
Beschreibung Vgl. Katalogeintrag der University of Chicago Library: „Vorlesung über Physiologie : manuscript, [1805] … Student notes of lectures given by J.F. Blumenbach’s course on introductory physiology at the University of Göttingen.“ Die Mitschrift beruht vermutlich auf der von Blumenbach im Ssem. 1805 angebotenen Vorlesung zur Physiologie, nicht auf der im Wsem. 1805/1806 angebotenen Vorlesung zur Vergleichenden Anatomie und Physiologie.
Semester Ssem. 1811
Urheber Schopenhauer, Arthur (1788–1860)
Nachweis Staatsbibliothek Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu Berlin, Nachlass Schopenhauer, NL III,1, Bl. 2r–22r.
Beschreibung Edition der Mitschrift: Stollberg, Jochen/ Böker, Wolfgang (Hrsg.): „… Die Kunst zu sehn“. Arthur Schopenhauers Mitschriften der Vorlesungen Johann Friedrich Blumenbachs (1809–1811). Göttingen 2013, S. 95–136; Online-Version.
Semester Ssem. 1812
Urheber von dem Busch, Gerhard (1791–1868)
Nachweis Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, msa 0365.
Beschreibung Manuskriptbeschreibung in Die Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen. Band 2. Die neuzeitlichen Handschriften der Ms.-Aufstellung. Beschrieben von Armin Hetzer, bearb. von Thomas Elsmann. Wiesbaden: Harrassowitz, 2008, S. 79: „Blumenbach, Joseph [sic] Friedrich: Physiologie. XIV.a.271 Physiologie vorgetragen von Herrn Hofrath und Professor Jos. [sic; wohl Verlesung der Bearbeiter des Handschriftenverzeichnisses] Friedrich Blumenbach, nach der dritten Ausgabe seiner Institutiones physiologicae, im Sommersemester 1812. Nachgeschrieben von G. von dem Busch. 1812 – 127 Bl. – 27,5 x 18,5 cm – Pappband – Wasserschaden. Datierung auf fol. 126v: Geschlossen am 6ten September 1812“. Gerhard von dem Busch studierte ab 1811 in Göttingen und wurde dort im September 1814 proviert, vgl. Thorspecken, C.: „Biographische Mitteilungen über Dr. med. Gerhard von dem Busch.“ In: Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Bremen 2 (1871), S. 155–159; Digitalisat.
Semester [Ssem.?] 1817
Urheber Bluhme, Friedrich (1797–1874)
Nachweis Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. Blumenbach XIV.
Beschreibung Manuskriptbeschreibungen in [Meyer, Wilhelm:] Die Handschriften in Göttingen. Bd. 3. Berlin 1894, S. 548 (Digitalisat): „II Bl. 288 Seiten. Blumenbach’s Zusätze zu seiner Physiologie; Collegheft, in derselben Art wie [SUB Göttingen, Cod. Ms. ] Blumenb[ach] XIII, nachgeschrieben von F[riedrich] Bluhme 1817. Voran Bl. I und II Notizen Bluhme’s über Blumenbach und seine Vortragsart.“ Die Mitschrift beruht vermutlich auf der von Blumenbach im Ssem. 1817 angebotenen Vorlesung zur Physiologie, nicht auf der im Wsem. 1817/1818 angebotenen Vorlesung zur Vergleichenden Anatomie und Physiologie.
Semester Zw. 1821 und 1823
Urheber Suter, Rudolf (Lebensdaten unbek.)
Nachweis Solothurn, Zentralbibliothek, Handschriften. Signatur: ZBSO S I 225.
Beschreibung Vgl. Katalogeintrag der Zentralbibliothek Solothurn: „Physiologie und Naturgeschichte. Phys. Beschreibung: V; 459 S. ; 27 x 18 cm. Entstehung 1821–1823. Inhalt: Vorlesungsnachschriften (Universität Göttingen) von Rudolf Suter aus Zofingen.“ Die Bibliothek besitzt 20 Bände mit Mitschriften Suters zu Vorlesungen anderer Göttinger Professoren der Medizin aus den Jahren 1821 bis 1824. Vgl. 35. Jahresbericht der Zentralbibliothek Solothurn über das Jahr 1964, S. 36; Digitalisat. Wegen der angegebenen Entstehungszeit kommt als Verfasser wohl nicht der Schweizer Arzt, Botaniker und Philologe Johann Rudolf Suter (1766–1827) aus Zofingen in Frage.
Semester Ssem. 1827
Urheber Brockmann, Carl Heinrich (1808–1888)
Nachweis Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Cod. Ms. 2002.19/3, Bl. 140–158.
Beschreibung Vgl. Datensatz des Kalliope-Verbundes zum Gesamtmanuskript: „Vermischte Notizen und Exzerpte [niedergeschrieben im Zusammenhang mit medizinischen Vorlesungen : ergänzt um fragmentarische Vorlesungsmitschriften] […] [Göttingen], [1827–1828]. – 174 Bl.“; Datensatz des Kalliope-Verbundes zum Abschnitt über Blumenbachs Vorlesung: „Bl. 140–158 […] Göttingen, 1827 [SS 1827]. – 19 Bl.“
Semester Ssem. 1825?
Urheber Leonhard, J. G.
Nachweis Manuscrits de la Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg, Cahiers de cours de médecine, Ms.3.240.
Beschreibung Vgl. Datensatz des Catalogue des archives et des manuscrits des bibliothèques universitaires françaises (CALAMES): „Zusätze zu Blumenbach’s Institutiones physiologicæ, Göttingen, 1825, J. G. Leonhard“: „Date: 1825; Language: allemand; Physical description: 92 pages; Author: Leonhard (J. G.); Work: Zusätze zu Blumenbach’s Institutiones physiologicæ“. Möglicherweise eine Vorlesungsmitschrift. Blumenbach hielt im Sommersemester 1825 eine Physiologie-Vorlesung.
Vergleichende Anatomie *
Naturgeschichte
Naturgesch. d. Menschen
Med. Litterärgeschichte
Mineralogie
Physiologie


* Blumenbach verstand „Osteologia comparata, Zootomie der hieländischen Hausthiere u.s.w.“, zu denen er bis 1785 Vorlesungen anbot, als Teildisziplinen der Vergleichenden Anatomie, vgl. Handbuch der vergleichenden Anatomie. Göttingen 1805, S. VI.
Semester Wsem. 1796/1797
Urheber Brera, Valeriano Luigi (1772–1840)
Nachweis Padua, Biblioteca Civica, Signatur: C. M. 191 (Valeriano Luigi Brera Nr. 294).
Beschreibung Angaben auf dem Titelblatt: „Jo. Frid. Blumenbach M. D. […] Anatomia comparata. Publicis Praelectionibus Dicata Quam Semestri hyemali anni MDCCXCVI scripsit V. Aloysius Brera M. D. Goettingae.“ Die Angabe „publicis praelectionibus“ ist wohl so verstehen, dass es sich um eine der für Göttinger Professoren verpflichtenden „öffentlichen“, d. h. kostenlosen, Vorlesungen handelte. Brera immatrikulierte sich in Göttingen am 26. Nov. 1795, vgl. Dougherty, Frank William Peter: The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach. Rev., augm. and ed. by Norbert Klatt. Bd. 5 (1796–1800). Göttingen 2013, S. 4 Anm. 4. Allerdings kündigte Blumenbach weder im Wintersemester 1795/1796 noch im Wintersemester 1796/1797 eine Vorlesung zur Vergleichenden Anatomie an (Göttingischen gelehrten Anzeigen 1795, 143. Stück (5. Sept.), S. 1425–1440; und 1796, 146. Stück (10. Sept.), S. 1449–1464; ebenso in den lateinischen Versionen der Vorlesungsverzeichnisse). Da er jedoch in diesen Semestern überhaupt nur zwei Vorlesungen ankündigte, hätte er zeitlichen Spielraum für weitere Veranstaltungsangebote gehabt.
Die Mitschrift wird erwähnt in Breidbach, Olaf; Frigo, Gian Franco: „Zur Rezeption der Naturforschung des mitteldeutschen Raumes an der Universität Padua zwischen 1770 und 1820.“ In: Sudhoffs Archiv 88.1 (2004), S. 32–53, S. 33 („Brera […] war Student bei Johann Friedrich Blumenbach […] und – dies zeigt eine in Padua verfügbare Vorlesungsmitschrift – in seiner Konzeption wesentlich durch Blumenbachs Ansatz einer Naturforschung geprägt.“).
Semester Wsem. 1803/1804
Urheber Unbekannt
Nachweis Privatbesitz Norbert Klatt (†); zur Zeit in den Diensträumen des Projekts „Johann Friedrich Blumenbach – Online“.
Beschreibung Manuskripttitel: „Joh. Friedr. Blumenbach’s Vorlesungen über Anatomia comparata. Wintersemester 1803–1804.“ Mitschrift von unbekanntem Verfasser aus dem Wsem. 1803/1804. 36 Blätter (4°; Seite 1–13 original paginiert, danach 29 Blätter mit nachträglicher Foliierung in Bleistift) mit Zeichnungen und Abbildungen auf den Seitenrändern oder eingeklebt, vereinzelt koloriert. Beschreibung der Handschrift aus dem Katalog der Stuttgarter Antiquariatsmesse 1986.
Die Handschrift enthält außerdem eine Mitschrift von Blumenbachs Vorlesung zur Naturgeschichte im Ssem. 1803 (214 Blätter) und von Heinrich Adolf Schraders (1767–1836) Vorlesung über „Crypotogamie“ aus dem Wsem. 1805/1806 (44 Seiten, original paginiert).
Semester Wsem. 1805/1806
Urheber Oken, Lorenz (1779–1851)
Nachweis Freiburg i. Br., Albert-Ludwigs-Universität, Universitätsbibliothek; Signatur: NL 45/A412.
Beschreibung Manuskripttitel: „30. Oct. 1805. Vergleichende Anatomie in Blumenbachs Vorlesungen.“ 12 S. (2 leer), 3 S. Transkription, 1 Handskizze.
Digitalisat (URN) des Originals und einer moderne handschriftlichen Teiltranskription; Digitalisat (URN) einer maschinenschriftlichen Teiltranskription (betr. Zwischenkieferknochen).
Vgl. Bräuning-Oktavio, Hermann: „Oken und Göttingen.“ In: Berichte der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg im Breisgau 48 (1958), S. 5–64, bes. S. 10–11 (Digitalisat); Bach: Thomas: „»Was ist das Thierreich anders als der anatomirte Mensch …?« Oken in Göttingen (1805–1807).“ In: Breidbach, Olaf; Fliedner, Hans-Joachim; Ries, Klaus (Hg.): Lorenz Oken (1779–1851). Ein politischer Naturphilosoph. Weimar u. a.: Böhlau Nachfolger, 2001, S. 73–91; ausführliche Zitate aus brieflichen Äußerungen Okens über Blumenbach in Dougherty, Frank William Peter: The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach. Rev., augm. and ed. by Norbert Klatt. Band 6 (1801–1805). Göttingen: Klatt, 2015, S. 618–620 (Digitalisat).
Semester Wsem. 1810/1811
Urheber Schopenhauer, Arthur (1788–1860)
Nachweis Staatsbibliothek Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu Berlin, Nachlass Schopenhauer, NL II,9, Bl. 162r–164v.
Beschreibung Edition der Mitschrift: Stollberg, Jochen/ Böker, Wolfgang (Hrsg.): „… Die Kunst zu sehn“. Arthur Schopenhauers Mitschriften der Vorlesungen Johann Friedrich Blumenbachs (1809–1811). Göttingen 2013, S. 89–94; Online-Version.
Keine akademische Vorlesungsmitschrift im eigentlichen Sinne ist die Zusammenstellung humoristisch-unterhaltsamer Episoden „Professor Johann Friedrich Blumenbach auf dem Katheder. Eine Erinnerung aus dem Göttinger Studentenleben“, in Die Natur, Bd. 12 (1863), S. 121–123, 143f., 145–147, 204–206, 238–240, 254f., 278–280, 294–296, 303f., 335f., 337–339, 351–352, 358–360, 367f., 375f., 382–384, 398–400; Digitalisat. Über den als Verfasser genannten „Börleben“ ist nichts bekannt (Pseudonym?). Zur Datierung der Vorlesungsbesuches vgl. den dritten Teil des Beitrags, a.a.O., S. 146 Anm. 3, mit dem Verweis auf die „eben besiegte Fremdherrschaft“, d. h. die napoleonische Besatzung. Die „Erinnerungen“ wären somit aus einer zeitlichen Distanz von fast 50 Jahren verfasst oder zumindest veröffentlicht worden.
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